Nach Las Vegas zu kommen gestaltet sich für viele Besucher recht einfach. Man fliegt mit dem Flugzeug hin und lässt sich dann ins Hotel fahren. Von da an kann man alles zu Fuss oder mit den entsprechenden Fahrdiensten erledigen.
In unserem Fall ist die Anfahrt durch die Wüste Nevadas doch etwas anstrengender, da der Höhenunterschied von Arizona und Utah runter in die Wüste für Müdigkeit sorgt und starker Seitenwind in Kombination mit vielen Trucks auf der Interstate keine Unaufmerksamkeit zulässt. Wir lassen uns in Vegas angekommen vom Navi direkt zum Hotel lotsen und sind froh, dass wir gleich die richtige Einfahrt zum Self Parking im Palazzo at the Venetian finden.
Der erste Eindruck ist ein heftiger Kontrast zu den Hotels, welche wir bisher auf unserer Reise gesehen haben: Alles ist pompös, riesig, und übertrieben in jeder Hinsicht. Dieses auf italienischen Flair getrimmte Hotel gehört zu den besseren und schöneren in der Stadt und hat sich ganz dem Thema „Bella Italia“ verschrieben. Das merkt man dann auch überall: An der Architektur, dem Dekor, der Fahrstuhlmusik etc, etc. Highlight unseres Hotels ist ein Indoor Canal Grande mit echtem Wasser und Gondoleris, sowie Tag und Nacht Szenarien auf den Palazzos und deren Restaurants und Shops. Irgendwie sehr schräg aber auch beeindruckend.
Unsere Suite ist dann auch eher einer kleines Appartement als ein Hotelzimmer. Wir haben einen Wohnzimmerbereich mit Couchecke, Arbeits-und Esstisch, einen Schlafbereich mit einem super gemütlichem Bett (dem besten auf unserer Reise) und ein Bad aus Marmor und Spiegeln. Das super komfortable Hotel-Zimmer, sowie die Aussicht auf die nebenan liegenden Hotels und deren Golfplatz, stimmt uns fröhlich auf die Stadt ein.
Bevor wir jedoch das erste mal auf den Las Vegas Strip kommen, erkunden wir erst einmal unseren Hotelkomplex. In Las Vegas haben alle Hotels plus-minus den gleichen Aufbau: Erdgeschoss ist öffentlich und walk in Area mit einem riesigen Casino, Theatern sowie Shops und Restaurants. Die weiteren Stockwerke sind dann für Hotelgäste mit der Pool-Area und weiteren Angeboten wie Spa, Konferenzräume und den Zimmern.
Man kann eigentlich den ganzen Urlaub nur in seinem Hotel verbringen. Alleine in unserem gab es 19 Restaurants, zwei 24h-Casinos und etliche Shops. Wir wollen aber auf den Strip und uns den Mythos Las Vegas mal genauer anschauen. Draussen angekommen fällt uns als erstes die grosse Masse an Leuten auf. Da wo wir zuletzt waren, war es trotz einiger Touristen doch eher übersichtlich. Hier in Vegas gibt es keine Übersicht mehr. Eine Mischung aus Sound- und Licht-Effekten prasselt auf den Strom feiernder Menschen in unterschiedlichen Gemütszuständen ein. Wir lassen uns mittragen und staunen nicht schlecht, dass auch alle Hotels um uns herum ähnlich gross wie unseres in ihrem Angebot sind und es auch dazwischen eine Vielfalt an Restaurants, Bars, Shops und Entertainment gibt. Eine Reizüberflutung par excellence, die man kaum verarbeiten kann und mich immer stiller macht.
An unserem zweiten Tag schauen wir uns die Stadt mal bei Tageslicht an und geniessen den Luxus unserer Unterkunft. Natürlich wollen wir auch einmal im Casino spielen und unsere Wahl fällt auf Roulette. Wir setzen auf unsere Geburtstage und Catrins Geburtsmonat Oktober (10) beschert uns einen schönen Gewinn! Danach gehen wir wieder über den Strip und kehren zum Abschluss noch auf einen Burger in Gordon Ramsays Las Vegas Burger Restaurant ein. Zufrieden von dem erreichten und wieder völlig erschlagen von den Eindrücken fallen wir müde ins gemütliche Bett.
Las Vegas gehört nicht zu den Städten, welche ich gerne ein 2. Mal besuchen würde. Es ist für meinen Geschmack einfach zu viel von allem und ich bin froh, als wir am nächsten Tag auschecken, aus der Stadt herausfahren und auf einem leeren Highway Richtung Death Valley unterwegs sind.

Liebes roadtrip Team,
inzwischen seid ihr wieder zurück und – wie mir Feli erzählte – gesund, braun gebrannt mit großen, weiten Augen.
Ich habe alle eure Texte&Fotos (auch die letzten aus LV) mehrfach gelesen und angeschaut, – eine ganz besondere Begleitung für mich durch diesen September 2022, den 1. Monat hier wieder in meinem zu Hause.
Ich habe unfassbar schöne, aufregende, grandiose Fotos gesehen und auch ganz wunderbar einfache, gerade so aus dem Moment heraus.
Und Fotos von euch, – je länger ihr unterwegs wart, umso natürlicher schient ihr, – in euren Gesichtern, Augen haben all die Ereignisse feine Spuren hinterlassen.
Eure Texte habe ich geliebt, weil so informativ&persönlich zugleich, (grad fällt mir dieser Riesen-ChickenEimer ein, mein Gott, habt ihr das wirklich ALLES aufessen können???)
Und Catrins Text von ihrem Gang an der Kante am Grand Canyon während Hendrik unten auf sie wartet , yoah puhhh, heftig!!!
Glückwunsch, dass ihr diese Reise machen konntet,
Glückwunsch, dass sie vermutlich doch recht glatt ging ohne nennenswerten Stress,
Glückwunsch, dass ihr beide ein Team wart, das sich nicht nur mit SUVfahren&Organisation bestens ergänzt hat sondern mit vielem Anderen mehr……