War die Küstenregion von San Francisco bis Santa Cruz schon wunderschön, doch der nächste Landschaftsabschnitt auf unserer Reise toppt das spielerisch.
Wir fahren entlang der Küste Richtung Süden, immer auf dem Highway 1. Die Region hier heißt Big Sur und ist traumhaft!
Der Highway 1 führt entlang der Pazifikküste und bietet phantastische Ausblicke auf das Meer. Hendrik muss sich natürlich auf die Straße konzentrieren, aber ich sehe mich kaum satt an den Steilküsten und kleinen Buchten. Mit dem Handy in der Hand versuche ich die schönsten Motive fotografisch festzuhalten.
Zum Glück wissen die Amerikaner um diese Küsten- und Aussichtsfaszination und so gibt es alle paar 100 Meter die Möglichkeit rechts ranzufahren. Auf diesen mal grosser mal kleineren Parkbuchten kann jetzt auch Hendrik den Anblick genießen, auch wenn die Höhe nicht ohne ist.
Entlang der Straße tauchen auch immer mal wieder ein paar Restaurants auf und uns weht der Geruch von gebratenem Speck ins Auto. Hmmm!
Einige Schilder weisen auf trails und Lodges hin. Die Gegend hier ist ein beliebtes Wander- und Ausflugsziel und bietet daher auch viele Möglichkeiten zum Campen. Ein paar dieser Campingplätze liegen idyllisch zwischen Bäumen und haben einen traumhaften Ausblick auf den Pazifik. Natürlich finden sich auch hier ein paar hammermässige Grundstücke mit Villen, die einen 100 %ig unverbaubaren Ausblick haben.
So langsam spielen wir uns auch als roadtrip Team ein. Hendrik fährt sicher durch alle Kurven und meistert auch die Steigungen super. Ich verfolge unsere Route auf Google maps, gebe Infos zur Umgebung, fotografiere und versorge den Fahrer mit Wasser und Snacks. 😉
Peu à peu verändert sich die Gegend und wir nähern uns wieder der Meereshöhe. Die Berge östlich von der Straße verschwinden und machen weitläufigen Flächen mit Sträuchern und niedrigen Pflanzen Platz.
Der nächste Stopp kündigt sich schon mit einem Schild an: Vista Point ahead.
Auch sieht man schon ne halbe Meile vorher die parkenden Autos und Menschen, die sich an eine Reling drängen.
Hier reihen wir uns auch ein und machen’s wie alle Touristen: Bestaunen der am Strand liegenden Sea Elephants!
Genüsslich und völlig unbeeindruckt ob der fotografierenden Menschen im Hintergrund, suhlen sich die dickbäuchigen Meeresbewohner im Sand.
Und weil sich der Nachmittag schon dem Abend nähert, verweilen wir nur kurz bei den chilligen Seeelefanten und fahren zu unserem Hotel für diese Nacht.
Unsere Übernachtungsunterkunft befindet sich in Cambria. Nur durch eine kleine Straße vom Strand entfernt, beziehen wir unser Zimmer.
Jetzt noch schnell was zum futtern besorgt und dann fängt auch schon das Eröffnungsspiel der NFL statt. Standesgemäß mit Burger und Fries schauen wir zum ersten Mal zu einer vernünftigen Zeit ein Football Game.
Die Halbzeitpause nutzen wir um den Sonnenuntergang am Strand zu bewundern. Und erneut kann ich mich kaum sattsehen an den sich brechenden Wellen.
Die Sonne geht in Kalifornien schon recht früh unter und so ist es um kurz nach 8 schon fast stockdunkel. Aber das kommt uns heute grad gelegen, müde von den ganzen Eindrücken und Hendrik vom Fahren auf der kurvenreichen Küstenstrasse fallen uns schnell die Augen zu.
Nach einer sehr erholsamen Nacht, wachen wir mit Meeresrauschen aus der Ferne auf. Bei dieser Unterkunft haben wir ein Frühstück inklusive und so machen wir uns auf in den kleinen Essensraum/Lounge/Rezeption. Die Aussicht durch die grossen bodenlangen Fenster ist super, das Frühstück eher bescheiden. Kaffee aus Pappbechern, kalte hartgekochte Eier, einzeln abgepackte Stücke Kuchen und eine Kiste Orangen. Aber wir machen das beste daraus und das Lemon-ginger-bread stellt sich als richtig lecker heraus.
Angesichts der Wettervorhersage für LA (heat wave) entscheiden wir uns die angenehmen Temperaturen an der Küste noch ein wenig weiter zu genießen. Wir checken aus und fahren ein paar Meter weiter an einen direkt am Meer gelegenen Parkplatz. Mit dem ganzen Gepäck im Auto wollen wir uns nicht zu weit entfernen und so nutzen wir die Möglichkeiten, die so ein grosser SUV bietet. Rückbank umgekippt, Gepäck zur Seite und Kofferraumdeckel auf. So lässt’s sich gemütlich chillen. Blick auf den Horizont und das Wellenrauschen im Ohr!
Ganz entspannt machen wir uns langsam auf die Weiterfahrt. Der Highway 1 führt uns jetzt weiter weg von der Küste und wir haben links und rechts die Aussicht auf riesige Erdbeerfelder und jede Menge Staub. Die Dürre der letzten Wochen ist hier überall zu spüren. Auch die Temperaturen steigen abseits der Küste gleich deutlich an.
Hunger und Müdigkeit lassen uns in einem Städtchen namens Lompoc halten. Sehr gutes mexikanisches Essen im Bauch, machen das Finden eines sauberen Hotelzimmers leichter. Einen kleinen Stopp in einem riesigen wallmart später, haben wir auch wieder genug Getränke für den nächsten Tag.
Morgen geht’s dann auf nach Los Angeles!



