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Von Williams aus geht es heute früh zum Grand Canyon. Der Morgen ist noch recht frisch, aber der Himmel erstrahlt schon in herrlichstem Blau.

Großzügig angelegte Straßen führen uns direkt Richtung Grand Canyon, vorbei am Check Point, wo wir unseren America-the-beautiful Pass zeigen und einen Umgebungsplan mit allen wichtigen Infos zu parking etc bekommen. Dem Plan folgend erreichen wir das Grand Canyon Village und stellen unser Auto auf einen der zahlreichen Parkplätze. Jetzt noch schnell in die richtigen Schuhe geschlüpft und ab zum rim.

Der Anblick ist umwerfend! So eine phantastische Landschaft!

Die frühe Anfahrt hat sich gelohnt und so sind noch nicht allzu viele Leute vor Ort.  Hier ist alles sehr gut organisiert und ausgeschildert. Es gibt genaue Informationen zu der Umgebung und es fahren Shuttlebusse. Manche der Straßen am Rand des Canyons sind nicht für Privatautos zugelassen, aber mit dem Shuttlebus kann man zu vielen Aussichtspunkten gelangen. Wir entscheiden uns für den roten Bus und lassen uns entlang des Randes bis Hermits Rest fahren.

Hier beginnen wir unseren Trail entlang des Canyons. Die Wege sind teilweise sogar asphaltiert und können von Menschen mit Rollstuhl oder Krücken auch begangen werden. Es finden sich aber immer wieder kleine alternative Wege, die dann bis sehr nah an den Rand führen. Da heisst es dann ja keinen Schritt zu viel machen. Wir befinden uns immerhin fast 1800 Meter über dem Colorado River, der sich entlang des Canyons schlängelt.

Hendrik genießt die Landschaft eher lieber etwas weiter vom rim entfernt, während ich doch den ein oder anderen Ausblick aus der ersten Reihe wage. Aber natürlich immer mit dem gehörigen Respekt und der gebotenen Vorsicht.

Der hikingtrail, welcher mal näher mal weiter weg von der Straße entlang führt, ist ideal um sich in der Natur zu bewegen und gleichzeitig die Möglichkeit zu haben, bei einem der busstops wieder ein Stück mit dem shuttle weiterzufahren. So nutzt Hendrik die Gelegenheit den ersten Teil des trails, welcher nicht ganz so nah am Rand entlang führt, mit zu wandern und steigt beim Monument creek Vistapoint in den Bus ein.

Ich will aber noch weiterwandern und mache mich allein weiter auf den Weg. Wobei man auf diesem Trail nie 100%ig allein unterwegs ist, immer wieder begegnen einem andere Wanderer. Trotzdem spüre ich die mich umgebende Ruhe, kann den Wind in den Bäumen hören und mich ganz auf die unglaubliche Weite des Canyons einlassen.

Völlig hin und weg von der Aussicht auf den Canyon muss ich mich echt zusammenreißen um nicht bei jeder sich mir bietenden Gelegenheit anzuhalten und Bilder zu machen. Es ist so traumhaft schön hier!
Ich genieße das hiken, die phantastische Landschaft, das schöne Wetter und bleibe immer wieder stehen um alles aufzunehmen. Die Sonne brennt mittlerweile ganz schön runter und ich bereue die Sonnencreme aus dem Rucksack nicht mit genommen zu haben. Zum Glück habe ich meine Wasserflasche und nen Apfel dabei. Mit jeder Menge Stopps und tausend Eindrücken gehe ich den ganzen Trail bis zur Bright Angel Lodge zurück. Hier wartet Hendrik schon auf mich und wir beide genießen noch einmal die atemberaubende Landschaft.

Wir verabschieden uns von diesem Ort und steigen zurück ins Auto. Aber vom Canyon haben wir noch nicht genug. Jetzt geht es Richtung Osten. Dieser Weg an rim entlang ist mit dem Auto befahrbar und wir stoppen am Yavapai Point und machen einen kleinen Abstecher ins Geology Museum. Wiederrum hat man einen traumhaften Blick auf den Grand Canyon. Langsam senkt sich die Sonne und wir wollen noch einen weiteren Stopp einlegen, am besten zur golden hour noch ein paar letzte Bilder machen. Also auf zum Desert View Watchtower.

Mit jeder Menge toller Bilder vor dem inneren Auge steigen wir zurück in unseren SUV. Die Sonne neigt sich dem Horizont und beschert uns einen traumhaften Abendhimmel.

Ein rundum gelungener Tag!

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