Gut ausgeruht und mit ausreichend Wasser und Benzin ausgestattet, starten wir zu unserem ersten Tag in der kalifornischen Wüste. Unsere Wahl fällt auf den Joshua Tree Nationalpark, der für seine spezielle Vegetation und eine Reihe ungewöhnlicher Steinformationen bekannt ist. Kurz nach der überall noch omnipräsenten kalifornischen Hitzewelle, gehen wir die Sache mit gebührenden Respekt an und entscheiden uns für eine Durchfahrt auf der Hauptroute mit einigen Stopps an interessanten Stellen. Bevor wir jedoch in den Nationalpark fahren, stoppen wir noch am „Welcome to Sky Valley“ Zeichen um der Desert Rock Band Kyuss Tribut zu zollen. Die Musik dieser Band ist tief verwurzelt in der rauhen und kargen Landschaft südlich des Nationalparks. Die Referenzen in ihren Texten bekommen einen neuen Bezug, wenn man den Ort betrachtet an dem die Desert Sessions in den 90er Jahren stattgefunden haben und dieser Musikstil geboren wurde.
Nach einer langen Fahrt über seltsam wellige Landstrassen, die ein wenig Achterbahnfeeling aufkommen lassen, erreichen wir den Eingang des Parks und kaufen unser „Amerika the beautiful“ Ticket, welches zum Einlass in alle Nationalparks der USA während eines Jahres berechtigt.
Joshua Tree Nationalpark
Die Landschaft des Parks ist geprägt von verschiedenen Zonen in denen sich schroffe Hügel ketten, Kakteenfelder, Boulder Stein Formationen und weite Ebenen mit den berühmten Joshua Trees abwechseln. Wir stoppen an der ein oder anderen Stelle, klettern durch die Gesteinsformationen und fahren dann weiter nach Twenty Nine Palms, einem kleinen Städtchen nördlich des Parks um dort eine Nacht in einem Motel zu verbringen.
Beeindruckt von unserem ersten Nationalpark, lassen wir uns die Option offen am nächsten Tag noch einmal hinein zu fahren. Allerdings stellen wir auch fest, dass ein Roadtrip einiges an Organisation erfordert. Man ist ständig damit beschäftigt Essen zu beschaffen, die Route den Umständen anzupassen und die nächste Übernachtung zu organisieren. Das kann schnell gehen und man hat Glück, oder es dauert Stunden und das Ergebnis ist so naja. In Twenty Nine Palms hatten wir die zweite Kategorie.




Booaahhh, die Hitze kommt direkt hier aus meinem Monitor raus, nur gut, dass ihr ein so tolles, großes Auto habt, in dem ihr euch auch wieder erholen könnt!!!
Phänomenal die Gesteinsformationen, deren Dimensionen besonders durch euch auf den Fotos als vergleichende Größe zum Ausdruck kommen.
Alles ein bisschen unheimelig für mich, – ist eben Wüste, wo auch der vielbesungenen Joshua Tree (U2-Album hab ich geliebt ;)) keinen Schatten spendet.
Bin neugierig, ob´s noch mehr Wüste gibt, oder als Nächstes die Neonlichter von Las Vegas…
Weiterhin ein gutes Näschen und gute Fahrt!!!