Nach einer unspektakulären Nacht in Lompoc CA, machen wir uns auf den Weg in die Stadt der Engel – Los Angeles. Das wichtigste an LA ist eine gute Planung bezüglich der Lage des Hotels und der Routen die man fahren möchte, denn eins ist in dieser Stadt zu 100% sicher: Viel Verkehr und Staus überall. Unsere Wahl fällt auf Burbank, eine Vorstadt hinter den Hollywood Hills mit guter Ost West Achse über den Freeway 101. Eine gute Wahl wie sich herausstellen sollte.
1. Tag Getty Museum und Sunset Strip
Wir frühstücken im Hotel und stellen fest, dass selbst ‚für amerikanische Verhältnisse gutes Früstück‘ kein Qualitätsmerkmal ist. Man hat die Wahl zwischen Zucker mit Zucker oder irgendwas Hackfleisch mit Käsesosse.
Früh dran zu sein erweist sich aber beim Getty Museum als Vorteil. Wir kommen schnell hin und fahren mit einer kleinen Bahn von der Parkgarage den Hügel hinauf zum wahrhaft beeindruckenden Museums-Komplex.
Der Gebäudekomplex und die Lage beeindrucken uns fast mehr als die Sammlung. Europäische Kunst wird dem amerikanischem Publikum nähergebracht. Für Europäer, die alle Kirchen, Kathedralen und Schlösser direkt vor der Haustür haben, eine nette Zusammenstellung welche aber nirgendwo die Tiefe bietet, die wir von unseren Museen kennen. Trotzdem sehen wir ein paar sehr schöne Stücke und verbringen ca. 3 Stunden auf dem Hügel bis sich das Museum am Nachmittag deutlich zu füllen beginnt.
Beverly Hills und Sunset Strip
Aufgewachsen in den 80er Jahren, sind wir durch die Filmwelt von Hollywood und der Musik von Metalbands aus LA geprägt worden. Heavy Metal als Gegenentwurf zu unserer Bayerischen Dorf Idylle hatte eine grosse Anziehungskraft und Bands wie Guns’n Roses, Mötley Crüe oder Lemmy von Motörhead waren unsere Helden. Wir fahren also über den Sunset Boulevard durch Beverly Hills, bewundern die Villen um dann auf dem Sunset Strip zu parken und uns das Whisky a Gogo, das Rainbow und die anderen berühmten Schauplätze anzusehen. Das Rainbow Café ist ein wahres Museum für diese Zeit. Die Wände sind voll mit Photos, Autogrammen und Instrumenten der berühmten Besucher und wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus wer alles schon dort war und eine Gittare, eine goldene Schallplatte oder eine Snaredrum hinterlassen hat.
2.Tag Malibu, Venice Beach, Hollywood Sign und Griffith Observatorium
Am 2. Tag in LA planen wir unsere Route antizyklisch zum Berufsverkehr und fahren morgens raus aus der Stadt nach Malibu und Santa Monica, sowie Nachmittags wieder zurück zum Hollywood Sign und dem Griffith-Observatorium. Der Plan geht auf und wir stehen nirgendwo gross im Stau.
Nach einer spannenden Fahrt durch die eng gewundenen Strassen der Berge hinter Malibu, kommen wir an die Küste und verstehen genau warum diese Strände so berühmt sind. Weisser Sand, viel Platz am Strand, Surfer, die Villen im Hinterland und ein kühlender Wind schaffen eine traumhafte Kulisse.
Weiter geht es nach Santa Monica und Venice Beach. Wir parken am Pier von Santa Monica, welches mit Fahrgeschäften und Fressbuden nicht so sehr unseren Geschmack trifft, aber einen tollen Blick über Venice Beach bietet. Dieser Strand ist einfach nur riesig. Ansonsten aber vom Charme her nicht mit Malibu oder den anderen Stränden weiter im Norden vergleichbar.
Wir leihen uns zwei Velos aus und fahren vorbei am Muscle Beach, einigen Obdachlosen, vielen typischen aber etwas herunter gekommenen Beach Shops und den Skateboard Rampen (cool) bis zum Ende des Strand Boulevards. Dort nehmen wir einen Drink in der Sonne und fahren wieder Richtung Pier zurück.
Hollywood Sign und Griffith Observatorium
Unser Plan den Hollywood Schriftzug in der Abendstimmung und das Observatorium dann bei Sonnenuntergang zu besuchen geht voll auf. Die Hollywood Hills sind das zweite anspruchsvolle Territorium zum Autofahren an diesem Tag aber alles klappt gut und wir sind überall just in time. An diesem Tag haben wir ein volles Programm in LA mit super timing geschafft und sinken müde und glücklich in unsere Betten.




Liebes roadtrip Team, heute war es wieder ein besonderes Vergnügen, meinen eher langweilig-grauen Berlinmorgen mit euren neuen Erlebnissen zu beginnen, – inzwischen auch auf meinem großen Monitor, auf dem sich besonders die phantastischen Landschaften gut machen aber auch alle anderen so interessanten Fotos von Städten und schönen, teils witzigen Fotos von euch, – ihr seid dann ja fasst lebensgroß vor mir 🙂
Die Bilder und eure lebendigen Texte lassen mich wirklich ein Stückchen eure Reise mitmachen, es ist wie ein „eintauchen“, das mich für kurze Zeit hier alles ein bisschen vergessen lässt – tausend Dank für diese Möglichkeit!
Und ich freue mich riesig für euch, dass ihr diese tolle Reise machen könnt!!!
Weiterhin viele schöne, interessante Erlebnisse und eine gute Fahrt!
Viele liebe Grüße – Sine.
p.s: ich rätsel immer noch, wer das 1 der 2 Getty-Bilder, vermutlich eine Kupplerin darstellend, gemalt hat: Rubens? Brueghel d Ä?…es ist ein herrlich „unordentliches“ Bild, so wie da alles rumliegt…;)